Im Rahmen unseres aktuellen Themenschwerpunkts zu Autoritarismus und Rechtsradikalismus zeigen wir am Freitag, 20. Februar 2026, 18 Uhr den Dokumentarfilm »Schwarze Sonne«.
In einem der Kulträume der ehemaligen SS-Ordenszentrale Wewelsburg ist es zu finden: ein Runenzeichen, das von der rechten Szene heute als »Schwarze Sonne« verklärt wird und für die SS vermutlich ein mystisches Symbol für Wiedergeburt und geistige Erweckung nordischen Geistes war. In diesen Räumen sollten Rituale und Kultfeiern stattfinden, in denen man die Erhabenheit des »arischen Lichtes« gegen die »jüdisch-bolschewistische Finsternis« beschwor. Mythenforschung, Sakralarchitektur, Lichtdome, Fackelzüge und Symbolik des Dritten Reiches galten nicht nur der Propaganda, sondern vor allem der suggestiven Vertiefung dieses fast religiösen Missionsgedankens.
Der Filmemacher und Autor Rüdiger Sünner, der mit Nachtmeerfahrten 2011 einen vielbeachteten Film über Carl Gustav Jung vorgelegt hat, beschäftigt sich in seinem Dokumentarfilm Schwarze Sonne von 1998 (Neuauflage 2022) mit Ursprüngen der Nazi-Ideologie und zahlreichen »Kultorten«. Zum Teil vorher nie gezeigtes Bild- und Archivmaterial beleuchtet die Verflechtung von nordisch Verbrämtem, Mythologie und Rassismus. Fachleute und Zeitzeugen ergänzen diese visuelle Reise in einen unheilvollen Untergrund abendländischer Geschichte.
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