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Die Bilderserie „Der Ochse und sein Hirte“ und ihre tiefenpsychologische Deutung bei Kawai Hayao

Beginn:
Sa., 14. Okt 2023, 10:00
Ende:
Sa., 14. Okt 2023, 13:00
Kurs-Nr.:
SP-1
Kostenbeitrag :
Mitglieder 30,– € / Nichtmitglieder 40,– €
Zertifizierte Fortbildungspunkte:
5
Ort:
25
Referent_in:

Beschreibung

Nach dem Zweiten Weltkrieg intensivierte sich die Rezeption der Analytischen Psychologie in Japan, wobei auch der Zen-Buddhismus zunehmend Gegenstand tiefenpsychologischer Betrachtungen wurde. Nachdem bereits C. G. Jung selbst den Zen-Buddhismus in seinem Vorwort zu D. T. Suzukis Einführungswerk Die große Befreiung (1939) im Kontext des Individuationsprozesses diskutiert hatte, war es allen voran der japanische Jung’sche Analytiker Kawai Hayao (1928–2007), der sich des Themenkomplexes annahm.

In seinen Forschungen widmete er sich zum einen den buddhistischen Einflüssen in diversen japanischen Märchen und Mythen, zum anderen der auch schon von Jung thematisierten Erfahrung der Erleuchtung (japanisch Satori), die er aus einer tiefenpsychologischen Perspektive zu beleuchten suchte. Zur Veranschaulichung der Dynamik von Ich und Selbst griff er auf ein durch D. T. Suzuki im Westen bekannt gewordenes Motiv der chinesischen Zen-Tradition, die zehn Abbildungen umfassende Bilderserie „Der Ochse und sein Hirte“, zurück, wobei er sich speziell an der vielbeachteten Deutung des Philosophen Ueda Shizuteru (1926–2019) orientierte.

Ziel des Seminars ist es, Kawais tiefenpsychologische Interpretation der Bilderserie in direktem Vergleich mit der bekannten buddhistischen Deutung Uedas nachzuvollziehen, um so zentrale Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszuarbeiten.