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SEMINAR: Das östliche und das westliche Selbst

Beginn:
Sa., 3. Jul 2021, 10:00
Ende:
Sa., 3. Jul 2021, 17:00
Kurs-Nr.:
SP-3
Preis für Nichtmitglied:
85,00 EUR pro Platz
Kostenbeitrag :
Mitglieder 65,– € / Nichtmitglieder 85,– €
Zertifizierte Fortbildungspunkte:
10
Ort:
Melanchthon Akademie, Kartäuserwall 24b, 50678 Köln

Beschreibung

Jungs Konzept des Selbst entwickelte sich auch in Auseinandersetzung mit östlichen religiösen, philosophischen und psychologischen Ideen. Die Beschäftigung mit taoistischen, hinduistischen und buddhistischen Vorstellungen hat in seiner persönlichen und geistigen Entwicklung eine bedeutsame Rolle gespielt. Er entdeckte viele Parallelen u.a. zwischen den Mandalaerfahrungen und seinen zentralen Konzepten vom Selbst und der Individuation oder zwischen den Polaritäten Yin/Yang und der Gegensatzstruktur der Psyche sowie dem Konzept der Archetypen Anima/Animus.
Der Taoismus geht davon aus, dass das gesamte Universum von dualen Kräften, Yin und Yang, durchzogen ist. Das Zusammenspiel dieser Kräfte bringt das „Tao“ zum Ausdruck. Das „Tao“ ist jenseits aller Begrifflichkeit und steht für das Absolute, das kosmische Selbst. Unterschiedliche Methoden der Meditation führen zur Erfahrung der Einheit von Mikrokosmos und Makrokosmos und damit zum Einswerden mit dem Universum und dem ihm immanenten Tao.
Die Grundlagen hinduistischer Philosophie und Religion sind in der All-Einheitslehre der Upanischaden zu finden. Sie setzen sich mit der Frage nach dem Urgrund, dem Wesenskern alles Seienden auseinander. In der All-Einheitslehre wird das All-Eine mit zwei Begriffen bezeichnet: Das All-Eine ist Brahman, das höchste Selbst, und das All-Eine ist Atman, das wahre Selbst des Individuums. Erlösung besteht dann in der Erkenntnis der Einheit von Atman und Brahman. Der Buddhismus lehrt dagegen, dass ein substanzielles Selbst im Sinne des hinduistischen Atman nicht existiert. Alle Phänomene, ob geistiger oder materieller Natur, stehen in einem wechselseitigen Abhängigkeits- und Bedingtheitsverhältnis und sind „leer“. Diese in allen Wesen vorhandene Leerheit ist identisch mit dem Absoluten. Erlösung besteht hier in der Erkenntnis, dass die Vorstellung eines Selbst Illusion ist.
Das Seminar will diese östlichen Wege vorstellen, Gemeinsamkeiten erkunden und Beziehungen zur Analytischen Psychologie suchen.


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