Traumskulpturen sind eine Kombination von systemischen, psychodynamischen und jungianischen Bausteinen.
Die Traumskulptur ist dabei nicht nur eine räumliche Anordnung von Traumelementen, sondern ein szenisches Geschehen. Durch Bewegung, Rollenübernahme und Interaktion entfaltet sich der Traum als lebendiges »Theater des Unbewussten«, in dem verborgene Dynamiken unmittelbar erfahrbar werden.
Träume als vielschichtige Botschaften aus dem persönlichen, familiären und kollektiven Unbewussten unterliegen nicht der rationalen Logik, sondern dem Primärprozesshaften und Kreativen. Sie teilen sich in einer symbolischen Bildersprache mit. Die Arbeit mit Traumskulpturen ermöglicht einen ganzheitlichen Zugang zu diesen Symbolen und ihren Bedeutungen.
In der Werkstatt wird jeweils eine zentrale Traumepisode ausgewählt.
Die darin vorkommenden Traumelemente werden von den Gruppenmitgliedern stellvertretend nach Regieanweisung der Träumenden verkörpert und gespielt. Durch die symbolische Darstellung eines zentralen Traumausschnitts werden die Botschaften des Traumes im gemeinsamen Erleben erfahrbar und eröffnen neue Perspektiven des Verstehens.
Traumskulpturen stoßen häufig konkrete Veränderungen sowie neue Wege und Lösungen an – nicht nur für die Träumenden selbst, sondern auch für die übrigen Teilnehmenden.
Barbara Gollwitzer, München, ist Diplompsychologin, Psychotherapeutin und Psychoanalytikerin sowie Dozentin, Lehranalytikerin und Supervisorin.
Weitere Veranstaltungen im Semester 2026/2027 zum Thema Traumarbeit:
Methoden der Analytischen Psychologie: Traum- und Symbolarbeit, TS-2
Kostenbeitrag: Mitglieder 85,00 €, Nichtmitglieder 115,00 €
8 UStd. · Akkreditierung für Fortbildungspunkte beantragt